Besuch im Tiergarten Schönbrunn
Auf unseren USA-Reisen besuchen wir sehr oft die Zoos des Landes. Auch heuer standen 2-3 Zoos auf unserem Programm. Da das heuer leider ausfällt besuchen wir den Zoo vor unserer Haustüre.
Der Tiergarten Schönbrunn im Park des Schlosses Schönbrunn in Wien wurde 1752 von den Habsburgern gegründet und ist der älteste noch bestehende Zoo der Welt. Wir besuchen den Zoo jedes Jahr und erfreuen uns an den tollen Tieren und vor allem an den süßen Tierbabies!
Vorbei am Palmenhaus und den schönen Gärten geht es Richtung Eingang, wo wir bereits von einem kleinen Eichhörnchen begrüßt werden.


Nach dem Kauf einer neuen Jahreskarte treffen wir uns mit Martins Schwester Moni und schon kann es losgehen. Zuerst besuchen wir die beiden Koalas Bunji und Wirri Wirri, deren Schlafposition wie immer recht „interessant“ aussieht. Dann eilen wir aber sofort zu den Publikumslieblingen: Den großen Pandas.



Panda-Männchen Yuan Yuan holte bei den Giant Panda Global Awards, den Oscars der Panda-Welt, Silber in der Kategorie „Beliebtester Panda außerhalb Chinas“. Panda-Dame Yang Yang ist nicht so beeindruckt und mit dem Fressen von Bambus beschäftigt.
Aufgrund der Corona-Bestimmungen wandern wir entlang eines Rundweges, der uns an allen Tieren vorbeiführt. Vorbei an den Nilpferden und den Giraffen begleiten wir eine Entenfamilie zum Brunnen.




Weiter geht es zum nächsten Liebling: Dem kleinen afrikanischen Elefantenmädchen Kibali, die im Juli 2019 zur Welt kam. Sie läuft ganz schön schnell ihrer Mama hinterher und tollt im Matsch herum. YouTube


Im ganzen Tiergarten begegnet man immer wieder riesigen Bronzefiguren. Diese Tierfiguren stammen von Prof. Gottfried Kumpf, sind seit 1990 hier ausgestellt und ganz schön schwer! Die Figur des Panzernashorns wiegt 800 Kilogramm!


Im April sind zehn Pinguin-Küken geschlüpft. Heute konnte man sie zum ersten Mal in ihrem Kindergarten im Polarium beobachten. Zwar nur durch eine Glasscheibe, aber die kleinen sehen trotzdem sooo flauschig und süß aus! YouTube



Ebenfalls Nachwuchs gibt es bei den Weißhandgibbons. Der Kleine ist am 18. Dezember zur Welt gekommen und klettert mit seiner Familie schon in ordentlichen Höhen. Bis er wie seine Eltern 12 m weit durch die Baumkronen „fliegen“ kann, wird es aber noch etwas dauern. YouTube


Wir schauen weiter zu den Rosa Flamingos, der größten aller Flamingo-Arten und fühlen uns fast wie in Florida! Hier ist das erste Küken am 1. April geschlüpft – aktuell sind es 12 Küken. YouTube
Wir machen einen kurzen Abstecher ins Regenwaldhaus, wo man zwischen den tropischen Pflanzen viele exotische Vögel entdecken kann. Am Dach des Hauses entdecken wir einen indischen Riesenflughund. Der hängt dort wie Dracula höchstpersönlich. Dabei ernähren sie sich nur von Früchten und Nektar.


Nach der 80 prozentigen Luftfeuchtigkeit sind wir froh wieder an der frischen Luft zu sein. Wir wandern vorbei an Wasserbüffel und Panzernashorn weiter zu den nächsten kleinen Stars des Zoos. Obwohl Weihnachten noch weit ist, freuen wir uns darauf die Rentiere zu sehen. Am 1. und 2. Mai kamen die zwei Jungtiere Snorre und Sippo auf die Welt. Bis sie so ein schönes Geweih wie ihre Eltern haben, wird es auch noch eine Zeit dauern. YouTube



Gleich nebenan leben die Bisons. In freier Wildbahn waren diese riesigen in Nordamerika beheimateten Tiere bereits fast vollständig ausgerottet. Der Großteil von ihnen fiel dem Eisenbahnausbau und der Besiedelung des Landes durch den Menschen zum Opfer. Da freut es umso mehr, dass auch hier nun ein Jungtier zu bestaunen ist.


Von ganz groß zu ganz klein. Zu den beliebten Tieren des Zoos zählen auch die Präriehunde. Die ohnehin schon kleinen und putzigen Tierchen haben Junge, die ihre ersten Gehversuche im Freien machen.


Vorbei am Amurleoparden und an den Löwen knurrt uns der Magen und wir beschließen was zu essen. Zum Frühstücken würden wir in den 1759 von Kaiser Franz I. erbauten Kaiserpavillon gehen, aber zum Mittagessen können wir wärmstens den Biergarten empfehlen. Wir speisen Schnitzel und Würstel.




Gestärkt wandern wir vorbei an Arktischem Wolf und Luchs hinauf zum Tirolerhof. In den Stallungen des Tirolerhofes werden vom Aussterben bedrohte Haustierrassen gepflegt. Am Weg nehmen wir uns wieder leckeren Honig mit und beobachten die Bienen bei ihrer fleißigen Arbeit. Nachdem es zu regnen beginnt gehen wir recht flott über den Baumkronenweg wieder hinunter. Bestaunen aber trotzdem kurz den Blick über Schloss Schönbrunn und Wien.



Nach ca. 20 Minuten hört es zum Glück wieder auf zu regnen. Wir sehen trotzdem einige Vögel wie die Bienenfresser, Säbelschnäbler, Roten Sichler oder die nicht so hübsch aussehende aber stark bedrohte Waldrapp.




Auf keinen Fall vorenthalten wollen wir Euch den momentanen Star des Tiergartens. Am 9. November 2019 kam das kleine Eisbärenmädchen Finja auf die Welt. Bei der Geburt war sie gerade mal ein halbes Kilogramm schwer. Wir beobachten sie beim Kuscheln mit Mama, beim Trinken und bei ihrer Lieblingsbeschäftigung: Im Wasser mit ihrem Ball spielen! YouTube






Besonders toll ist es, als sie mit ihrem Ball bis zur Glasscheibe zu uns kommt und schnuppert.



Vor dem Ausgang besuchen wir dann noch das Aquarien-Terrarienhaus. Dort gibt es Krokodile, Echsen viele Meeresbewohner, Schildkröten und Schlangen. Auch einen Pfeilschwanzkrebs sehen wir, so einen wie Claudia letztes Jahr gerettet hat – hier zum Nachlesen. Toll ist auch der Bereich mit den Fledermäusen, die so schnell fliegen, dass man sie kaum sehen kann.






Dann verabschieden wir uns von den Tieren und von Moni. Das war wieder ein toller Zootag, den wir sicher bald wiederholen werden! Zuhause angekommen stärken wir uns an einem XXL-Krapfen aus Schönbrunn.


Wer noch mehr Fotos von Tieren aus Schönbrunn sehen möchte, kann in unserem Bericht von 2017 schmökern.
Am Himmel & Japanischer Garten
Schon seit einiger Zeit steht auf unserer Liste ein Besuch in einem kleinen Japanischen Garten. Der Setagaya Park liegt in Döbling und ist für die Bewohnern der Gegend ein Ort der Harmonie und Erholung. Hier findet man viele Elemente der japanischen Gartengestaltung wie ein Teehaus, einen Wasserfall, eine Pagode, einen Goldfischteich sowie viele Pflanzen und Steine. Wir spazieren die kleinen Wege entlang und genießen die Ruhe.








Nach diesem kurzen Stopp geht es hoch hinaus. Wir fahren vorbei an den Heurigen von Grinzing die Himmelstraße hinauf auf den Kahlenberg. Genaue Adresse von unserem Ziel: Am Himmel.


Oben angekommen spazieren wir entlang eines Weingartens zum Lebensbaumkreis.
Der Lebensbaumkreis symbolisiert mit seinen 40 Lebensbäumen den Zeitabschnitt eines ganzen Jahres. Jeder Baum ist – ähnlich unseren Sternzeichen – einer gewissen Geburtsdekade zugeschrieben. Wir machen uns sofort auf die Suche nach unseren Lebensbäumen.
Claudia ist eine Pappel (hatschi)…



…und Martin eine Zeder.



Lustig ist, dass die Bäume mit uns sprechen. Nein, wir sind nicht verrückt! Kommt man den Bäumen etwas näher, wird über Lautsprecher eine kurze Geschichte zum Baum erzählt und man erfährt seine zugerechneten Charaktereigenschaften.
An den Wochenenden und Feiertagen wird über alle 40 Lautsprecher klassische Musik eingespielt und der Lebensbaumkreis verwandelt sich zu einem Konzertraum in freier Natur. Wir kommen genau rechtzeitig und genießen im Beethoven-Jahr seine Musik auf den Sitztribünen des Holz-Amphitheaters.


Wir spazieren noch ein Stück die Blumenwiese hinauf, an Holzskulpturen vorbei und finden einen Steinkreis.





Von hier aus hat man einen tollen Blick über den Lebensbaumkreis und über Wien.


Ein kleiner Weg führt durch ein Waldstück hin zu einer wunderschönen kleinen Kapelle.
Die Sisi-Kapelle wurde 1854 anlässlich der Hochzeit des kaiserlichen Paares Elisabeth und Franz Joseph errichtet. Es ist das erste neugotische Gebäude in Wien, welches erst vor einigen Jahren komplett renoviert wurde.


Am Rückweg spazieren wir wieder entlang des Weingartens, der von wunderschönen Rosensträuchern gesäumt ist und einen tollen Blick zum Kahlenberg und über Wien gewährt.





Nach unserem Spaziergang genießen wir im Cafe-Restaurant „Oktogon“ Espresso und Eiskaffee mit schöner Aussicht.


Am Rückweg halten wir noch kurz an einer schönen Stelle um den Blick über Wien nochmal wirken zu lassen. Wir machen das ähnlich wie bei unseren USA-Besuchen in Nationalparks: kurz rechts in eine Ausbuchtung fahren, aussteigen, Foto machen und weiterfahren 😉


Der Donauturm weist uns dann den Weg nach Hause.
Regen in Kaisermühlen
Nachdem es die letzten Tage sehr viel regnet, hat Claudia ein paar Bilder von Blumen mit Wassertropfen festgehalten. Alle konnten entlang des Kaisermühlendamms direkt bei uns gefunden werden. Die wollen wir hier gerne präsentieren.










Zum Abschluss der Woche gibt es einen Klassiker der amerikanischen Frühstücksküche: Pancakes mit Ahornsirup und Blueberries.
