Rioja: Wein, Laguardia & Logroño

Heute dreht sich bei uns alles um Wein und Pinxos. Wir starten mit einem richtig guten Frühstück in unterer Unterkunft. Im Anschluss rasten wir kurz auf unserer Terrasse mit Blick auf die Kirche von El Ciego.

Um 10:30 Uhr startet eine Führung durch das Weinmuseum der Familie Valdelana. Man spürt hier die Liebe zur Familie, zu ihrer Geschichte und der Tradition ihres Weines.
1615 wurde der erste Winzer dieser Familie, Pedro Valdelana, geboren, und er legte den Grundstein für das Weingut. Er und seine Nachfolger kelterten Wein für den Eigenbedarf, erst 1974 wurde die erste Flasche mit dem Valdelana-Etikett auf den Markt gebracht. Seither konnten sie viele Preise mit ihren Weinen erzielen.

Bei der Führung durch mehrere Keller, die teils aus dem 15. Jahrhundert sind, sehen wir viele Fotos und Gerätschaften, die zur Weinherstellung in früheren Zeiten verwendet wurden. Highlight ist ein richtig alter Kellerbereich in dem schon sehr lange Flaschen lagern. Ausgestellt ist auch die Flasche mit allerersten Etikett.

In kleineren Räumen können wir die verschiedenen Aromen und Farben der Weine entdecken. Wir bekommen etwas zu den typischen Weinsorten (vor allem Tempranillo) erklärt, aber auch zu den Einordnungen hier in der Rioja Gegend auf Basis des Alters: Joven, Crianza, Reserva, Grand Reserva sowie Viñedo Singular (nur 164 Weinberge) und ganz spezielle Raritäts-Weine, die von Experten gekürt werden.

Nach der Führung werden gemeinsam 4 Weine und das selbst hergestellte Olivenöl verkostet. Zufällig können wir auch eine Rarität verkosten, von der es nur 1.000 Flaschen gibt und eine Flasche 129 € kostet.

Im Anschluss fahren wir in einen Weinberg der Familie, wo uns wieder einiges erklärt wird. Der Fluss Ebro fließt hier direkt vorbei und trennt die Regionen Rioja und das Baskenland. Aus dieser Sicht befinden wir uns bereits ganz im Süden des Baskenlandes, aber immer noch im Weinbaugebiet Rioja – Verwirrung ist gesichert…

Die Trauben sind schon reif und wir dürfen naschen. Sie sind sehr süß und in knapp einem Monat wird bereits geerntet.

Hier ist auch eine Schaukel mit Sicht auf die Region, die sofort ausprobiert werden muss.

Nach diesem schönen Ausflug kaufen wir in der Bodega ein paar Flaschen für zu Hause.

Nun fahren wir nach Laguardia, der mittelalterlichem Nachbarstadt auf einem Hügel. Die Stadt ist von einer Stadtmauer umgeben, aus der 5 Stadttore führen. Die Gassen sind eng und die Balkone mit schönen Metallgittern verziert.

Wir probieren einige Pinxos und ein Glas Wein. Die Theke ist gut gefüllt und wir treffen schnell unsere Wahl. Dieses Mal ist auch die Blutwurst „Morcilla“ aus der Gegend dabei. In der Gasse weht zum Glück ein leichter Wind, denn es hat schon wieder weit über 30 Grad.

Besonders auffallend sind hier die vielen Glasmalereien zum Thema Wein und auf einem Tor finden wir ein Mural von einem Esel.

Auch hier können wir wieder die Aussicht bewundern.

Nun fahren wir nach Logroño, der Hauptstadt der Region Rioja. Wir spazieren durch ein altes Stadttor und entlang der Calle Portales, so benannt wegen der vielen Arkaden entlang der Hauptstraße. Einige der schönen Holzbalkone sind wieder zu sehen. Außerdem gibt es auch hier Murals und zumindest eine schöne Glasmalerei können wir entdecken.

Wir holen uns ein Eis und bewundern die Konkathedrale Santa María de Redonda aus dem 16. Jahrhundert.

Berühmt ist die Calle Laurel, wo sich eine Pinxos-Bar an die nächste reiht. Selbstverständlich probieren wir auch hier wieder welche und trinken dazu den eisgekühlten Slushi aus Rioja-Traubensaft.

Zurück in El Ciego besuchen wir noch die Bodega Marqués de Riscal, den Platzhirsch der Gegend. Das Besondere hier ist das futuristische Gebäude, in dem ein angeschlossenes Hotel untergebracht ist. Hier verkosten wir weitere 5 Weine – ¡Salud!

In unserer Unterkunft packen wir unsere Koffer, bewundern nochmal die schöne Kirche gegenüber und lauschen einer Blaskapelle, die in der Nähe spielt.


Tagesinfos:
14.348 Schritte und dabei 11 km zurückgelegt
46 km gefahren – Strecke