Die Küste ruft wieder ganz laut! Daher verlassen wir die wunderschöne Weingegend und fahren Richtung Norden nach Donostia-San Sebastián.
Gestern wurde uns erklärt, dass die Rioja-Weinregion durch die kantabrischen Berge vom Atlantik-Wetter abgeschirmt werden. Das sieht man heute ganz deutlich, da die Wolken genau hier hängen bleiben. Der Nebel fällt scheinbar an der Bergkante ins Tal.
Während der Fahrt ändert sich die Vegetation wieder sehr schnell. Zuerst endet schlagartig der Weinanbau und als wir durch/über die Berge fahren ist es wieder schön satt grün.




In San Sebastian angekommen, parken wir das Auto in der von der Unterkunft empfohlenen Parkgarage und gönnen uns einen Kaffee. Dann spazieren wir über die Puente de María Cristina mit ihren schönen Pylonen. Vorbei am großen Springbrunnen an der Bilbao Plaza und durch die vielen Gassen der Altstadt.






In den schönen Gassen finden sich wieder jede Menge Pinxos-Bars und wir können nicht widerstehen. Wir brauchen schließlich Kraft für den Aussichtspunkt auf den wir dann wandern wollen.


Interessant ist der Plaza de la Constitución. Er war früher eine Stierkampfarena, was heute noch durch die Nummern an den Balkonen zu sehen ist, die früher die Logenplätze waren. Heute ist es der Hauptplatz der Stadt, auf dem die meisten Feste stattfinden. So wie heute: am 15. August wird hier groß gefeiert und es finden viele verschiedene Musik und Tanzevents statt.

Als nächstes schlendern wir an der Koruko Andre Mariaren Basilika vorbei, die zugleich Beginn des Aufstieges zum Berg ist.

Der Berg Monte Urgull ist eine bewaldete Halbinsel, die über Spazierwege zum Castillo de la Mota führt und viele Aussichtspunkte auf die Stadt bietet. An ihrer Spitze steht eine 12,5m hohe Christus-Statue.













San Sebastian wurde bei einem Brand im Jahr 1813 fast vollständig niedergebrannt. Dazu gibt es an der Spitze ein kleines Museum, das darüber berichtet und ein Modell zeigt, wie die Stadt damals ausgesehen hatte.

Der Ausblick auf die Stadt und seinen muschelförmigen Sandstrand ist beeindruckend. Die kleine Insel mitten in der Bucht ist die Isla de Santa Klara, auf der ein Leuchtturm steht. Gegenüber liegt ebenfalls eine Halbinsel, der Berg Monte Igeldo.





Nach der Anstrengung gibt es gleich nochmal Pintxos. Diesmal mit dem hier berühmten Wein Txakoli in einer richtig lauten Bar.


Danach checken wir in unserer Unterkunft im Cristina Enea Rooms ein, duschen und rasten kurz.

Dann geht es nochmal los. Zuerst besuchen wir die Kathedrale Buen Pastor de San Sebastián. Die Orgel mit ihren 9.535 Pfeifen war bei ihrer Einweihung 1954 die größte Orgel Spaniens.






Weiter geht es durch die Gassen mit teilweise sehr schönen Holzbalkonen zum Playa de la Concha, einem muschelförmige Strand mit einer kilometerlangen Promenade und feinem Sand.



Wir schlendern entlang der Promenade und entdecken ein paar Sehenswürdigkeiten wie das historische Karussell und das Rathaus. Wir treffen auch Don Quijote & Sancho Panza!




Als wir wieder in der Altstadt sind, gibt es – logisch – wieder Pinxtos. Die Bar hat ein tolles System: Alle Pinxtos haben Nummern, die man auf einer Liste markiert und dann an der Theke abgibt. Die kleinen Snacks sind so lecker! Dazu gibt es wieder Txakoli.



Heute ist der Höhepunkt der Semana Grande und wir sehen am Hauptplatz eine Gruppe tanzen.
Im Hafenbereich ist auch eine Bühne aufgebaut und wir ordern etwas zu trinken. Bier heißt zwar auf baskisch „Garagardoa“, wird aber auch serviert, wenn man „Cerveza“ bestellt. Nach Übersetzungshilfen im Internet versucht Claudia ihr Glück und bestellt auf baskisch „Kalimotxo“ (Wein mit Cola). Hat funktioniert und schmeckt nicht schlecht 👍



Jetzt suchen wir uns einen Platz mit guter Aussicht und warten auf das Highlight: Um 22:45 Uhr gibt es ein 20-minütiges Feuerwerk!




Hier ein Ausschnitt:
Wir wühlen uns durch die Massen zurück zur Bühne. Die Musik ist nicht ganz unser Geschmack, darum wandern wir dann in Richtung Hotel.


Das war ein langer Tag…
Tagesinfos:
21.742 Schritte und dabei 16,7 km zurückgelegt
153 km gefahren – Strecke