Burgos & Totale Sonnenfinsternis

Heute geht es in die nächste große Stadt: Burgos. Die Fahrt dorthin dauert knapp 2,5 Stunden, ist teils schnurgerade und eher öde. Abwechslung in die trockene Landschaft bringen die vielen und auch wirklich großen Sonnenblumenfelder.

Wir parken das Auto in der Parkgarage am Plaza Mayor und gehen direkt zur Kathedrale. Jetzt sind die Schlangen noch kurz.
Sie ist die einzige Kathedrale Spaniens, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Ihr Bau dauerte von 1221 bis 1765. Es ist eine wirklich riesige Kirche, aber durch die vielen Unterteilungen ist der Innenraum leider eher unübersichtlich. Es gibt gleich mehrere Orgeln, die so gestimmt sind, dass sie zu besonderen Anlässen alle zusammen gespielt werden können. Das Besondere hier sind die teilweise horizontal gelagerten Pfeifen, die Spanischen Trompeten. Hier ist die Grabstätte des Nationalhelden Rodrigo Díaz de Vivar (El Cid), ein kastilischer Ritter, der während der Reconquista Valencia von den Mauren zurück eroberte.

Wir spazieren durch den Arco de Santa Maria, ein Stadttor aus dem Mittelalter und genießen dann gleich um die Ecke Toast mit iberischen Schinken und Kaffee.

Danach machen wir einen Rundgang um die Kathedrale und wandern durch die Straßen und Gassen. Es gibt nicht viele Sehenswürdigkeiten, aber die besuchen wir.

Wir finden auch wieder ein paar Murals bevor wir ein paar Pinxos zur Stärkung essen.

Zuletzt besuchen wir noch das Denkmal von El Cid, dem spanischen Nationalhelden mit seinem legendären weißem Hengst Babieca und seinem berühmten Schwert Tizona.

In einem Feinkostladen und einem kleinen Supermarkt erstehen wir noch ein paar Kleinigkeiten für später bevor wir uns aus dem engen Parkhaus mühen.


Die Totale Sonnenfinsternis

Am Nachmittag fahren wir schon zu dem Aussichtspunkt, den wir uns ausgesucht haben, um ihn auf Tauglichkeit zu testen. Dazu müssen wir in dem kleinen Dorf Cayuela einen Hügel hinauf gehen. Er erscheint uns nicht ganz optimal, da ein paar Strommasten im Weg sind. Nun kommen auch zwei Franzosen, Laurent und CC, die ebenfalls nach einem guten Platz suchen. Dann kommt ein Quad dazu, wo uns ein netter einheimischer Mann versucht zu erklären, dass hier mehrere Familien erwartet werden und er uns empfehlen würde einen Hügel weiter zu ziehen. Dort wird auch er sich die Sonnenfinsternis ansehen. Laurent und CC nehmen uns mit ihrem Auto mit auf den Hügel. Hier ist es perfekt!

Wir wandern wieder hinunter zu unserem Auto und fahren ins nur ein paar Minuten entfernte Hotel Río Cabia, wo wir uns etwas frisch machen, etwas trinken und alles für das Event vorbereiten. Handys werden mit Filtern präpariert, Stative werden getestet und die Kühltasche wird gepackt.

Um 18:15 Uhr fahren wir dann los zu dem ausgesuchten Platz, wo wir uns vorbereiten. Als dann einige Leute dazu stoßen, mit Traktor, Anhänger, Moped und Auto, wandern wir noch etwas näher an die Hügelkante. Nachdem die Stative aufgebaut sind, zischt Martin ein Bier und Claudia macht es sich mit Hundn auf der Picknickdecke gemütlich. Der Weizen sticht ganz schön…

Dann geht es los! langsam schiebt sich der Mond vor die Sonne und knabbert Stück für Stück von der Sonne ab. Selbstverständlich schauen wir mit geeigneten Brillen.

Als dann der Höhepunkt immer näher kommt, wird es spannend. Es ist kaum noch etwas von der Sonne zu sehen und langsam wird es dämmrig.

Als dann wirklich nur noch der Ring zu sehen ist, können wir die Brillen abnehmen. Und dann sehen wir auch die Sonnencorona, die sonst vom hellen Licht der Sonne überstrahlt wird. Absolut beeindruckend!


Leider ist das Spektakel in nur knapp 2 Minuten wieder vorbei und der Mond gibt die Sonne wieder frei. Schnell wird es wieder heller.

Während wir uns das Spektakel ganz aufmerksam angesehen haben, waren unsere einheimischen Nachbarn genau auf die 2 Minuten fixiert und haben sonst lautstark den Dorftratsch hinter sich gebracht.

Die Sonne steht nun schon recht tief am Horizont und wird immer rötlicher – der Sonnenuntergang steht bevor. Wir packen zusammen und gehen zu dem Feld mit Sonnenblumen, wo wir uns den Sonnenuntergang ansehen. Traumhaft!

Nun geht es aber zurück ins Hotel, wo wir mit dem Ereignis gut träumen werden! Wir sind froh, dass an Claudias Geburtstag die Sonne doch nicht verdunkelt blieb.

Hier ein schönes Video zu unserem Erlebnis:


Tagesinfos:
13.866 Schritte und dabei 10,7 km zurückgelegt
228 km gefahren – Strecke