Nach den gestrigen Anstrengungen gönnen wir uns einen ruhigen Vormittag. Wir schlafen etwas länger und frühstücken dann gemütlich in unserem Hotel.
Anschließend spazieren wir durch unseren Ort Cangas de Onís und sehen uns die Sehenswürdigkeiten und die Geschäfte an. Zuerst schauen wir uns die schöne römische Brücke nochmals an. Es ist ein wirklich beeindruckendes Bauwerk! Gleich daneben steht ein Denkmal, das beschreibt, wie die Stadt zur Zeit der Schlacht von Covadonga (ca. im Jahr 722) zur Hauptstadt von Asturien wurde. Damals lehnte sich der Adelige Pelayo gegen die maurischen Machthaber auf und die darauffolgende Schlacht wurde zum Start der christlichen Rückeroberung Spaniens. Er ließ sich danach an genau diesem Ort nieder.



Wir schlendern weiter zur „Iglesia de Santa María de la Asunción“. Eine schöne Kirche mit riesigen, wunderschönen Glasfenstern. Auf dem Platz vor der Kirche steht eine Statue von Don Pelayo.




Dann packen wir im Hotel unsere Rucksäcke und gehen zur Busstation. Wir machen heute einen Ausflug zu den Covadonga Seen. Diesen Ausflug kann man eigentlich nur mit dem Bus machen, da man dafür eine Einfahrtsgenehmigung benötigt. Als wir die Strecke sehen, sind wir sehr froh, dass Martin nicht selbst fahren muss. eine recht enge, sehr kurvige Straße, die sich den Berg hoch schlängelt. Von den Kühen und Ziegen, die auch gerne mal auf den Straßen stehen mal ganz abgesehen.




Nach knapp 50 Minuten sind wir am Ziel. Hier oben auf etwa 1.134 m gibt es einen Rundweg, man könnte aber auch einige Wanderungen unternehmen. Davon sehen wir heute mal ab. Der Rundweg hat auch schon ein paar Höhenmeter, die wir überwinden, um den Ausblick auf die beiden Seen und die schöne Landschaft zu genießen.
Zuerst führt der Weg zu einem kleinen Museum, das die Flora und Fauna und einiges zur Geschichte dieser Gegend erzählt. Danach kommen wir zur Mina de Buferrera, die früher ein Eisen- und Mangan-Bergwerk war. Man kann sogar durch die Minen laufen!





Wir gehen weiter über einige Treppen und über eine von Kuhfladen „verminte“ Wiese und erreichen den ersten See, den Lago de la Ercina.





Wunderschön anzusehen! Es handelt sich hier um einen Gletschersee, der nicht tiefer als 2 m ist. Das prüfen wir nicht nach und baden ist hier verboten. Stattdessen packen wir unsere Decke aus und gönnen uns ein gemütliches Picknick mit frischem Brot, Chorizo, Käse und einen leckeren Rotwein aus den Picos.




Gut gestärkt gehen wir den Weg etwas höher hinauf und bekommen so ein noch besseres Bild von dem See und die Umgebung.




Hier oben gibt es wieder einige Bienchen und Blümchen zu sehen.



Jetzt blicken wir auf die andere Seite des Hügels und sehen auf den Lago Enol. Auch Hundn bewundert den schönen Ausblick!



Hier kann man schön beobachten, wie der Nebel immer wieder vorbei zieht und den See immer wieder in einem neuen Licht erscheinen lässt.
Von hier oben haben wir einen tollen Ausblick und sehen wir auch immer wieder die riesigen Greifvögel majestätisch dahin gleiten.


Am Rückweg Richtung Parkplatz kommen wir sehr nah an den Kühen vorbei, die sich auch prachtvoll in Szene setzen.




Das war der gesamte Rundweg:
Nun beginnt die Rück- oder besser Abfahrt. die kurvenreiche Strecke und die engen Kurven sind für den Busfahrer aber anscheinend eine leichte Aufgabe. Wir genießen wieder die Aussicht.






Die Fahrt geht auch an Covadonga vorbei, wo wir die große Basílica de Santa María la Real bewundern.



Zurück im Ort sehen wir eines der Gebäude, die wir auf der Reise bisher schon öfters gesehen haben. Das Hórreo ist ein quadratisches Gebäude, das typischerweise von vier Säulen oder Steinpfählen getragen wird. Es diente ursprünglich als Getreidespeicher.

Wieder im Hotel essen wir noch ein paar Reste des Picknicks und packen wieder mal unsere Koffer. Morgen geht es Richtung Süden in die Hitze und eine größere Stadt.
Tagesinfos:
15.703 Schritte und dabei 12,1 km zurückgelegt
44 km mit dem Bus (nicht selbst) gefahren – Strecke