Heute starten wir schon sehr früh! Um 6:30 Uhr verlassen wir unsere Unterkunft und es ist noch dunkel.

Aber während wir die Straße durch die Picos fahren wird es immer heller. Der Nebel hängt tief, nur ein paar Berggipfel ragen oben heraus.


Wir sind so früh aufgebrochen, weil wir eine Wanderung planen und der sowieso schon spärlich vorhandene Parkbereich schnell voll wird. Wir finden einen Parkplatz an der Straße in Poncebos, brauchen aber schon bis zum Start des Wanderweges ein schönes Stück. Dabei gehen wir durch einen Tunnel und sehen einen Wasserfall unter einer hohen Steinbrücke.


Mit Querung der Brücke „Puente La Jaya“ geht es los! Wir wandern heute zum Bergdorf Bulnes, das tief in den Picos de Europa liegt. Der Weg führt durch eine Schlucht, besser gesagt hinauf. Wir müssen über 700 Höhenmeter überwinden! Na dann starten wir am Besten noch schnell mit einem kleinen Frühstück.


Gestärkt setzen wir einen Fuß vor den anderen, denn anders kann man dieses ständige bergauf nicht überwinden. Wir machen einige Pausen. Der Weg schlängelt sich den Berg hinauf durch die Schlucht und ist manchmal auch sehr schmal. Hinunter schauen sollte man hier besser nicht!




Dann hören wir Ziegen die am Hang gegenüber gemütlich grasen. Und dann sehen wir sie auch auf unserer Seite und sie schlendern gemütlich unseren Weg entlang. Sie genießen das abwechslungsreiche Programm an vorbeikommenden Wanderern, machen den Weg aber für uns frei.



Über viele lose kleine und große Steine sowie über größere Felsen kämpfen wir uns Schritt für Schritt mit brennenden Oberschenkel bis zum Ziel.





Dann endlich erreichen wir Bulnes de Abajo, der „untere“ Teil des Dorfes. Hier gibt es kleine Gassen und sehr alte Steinhäuser. Einige davon wieder schön mit Blumen geschmückt.






Wir setzen uns an den Fluss und stärken uns etwas mit Brot und Chorizo und Hundn genießt die Aussicht. Einen kleinen neugierigen Freund haben wir auch gleich wieder.



Jetzt noch ein kleiner Aufstieg nach Bulnes de Arriba, dem „oberen Teil des Dorfes. Hier sind die Häuser noch älter! Wir genießen den Ausblick vom höchsten Punkt unserer Wanderung, wo man auch den unteren Teil des Dorfes sehen kann.




Nun beginnt der Abstieg. Das ist fast genauso anstrengend wie hinauf, geht aber vor allem auf die Knie. Das Geröll und die teils rutschigen Felsen machen die Sache auch nicht gerade einfach.




Etwas Ablenkung bietet die Natur. Wir sehen Raupen und ein paar wenige Blumen.



Jetzt noch der Endspurt und dann haben wir es geschafft!







Hier noch die Infos zur Wanderung:
Als wir wieder durch den Tunnel gehen, liegt dort im kühlen Schatten eine Ziege und beobachtet das bunte Treiben. Wir gönnen uns einen Kaffee in einem kleinen Cafe und rasten kurz unsere Beine aus.
Während Martin das Auto holt, schaut sich Claudia die Standseilbahn an, die seit 2001 die Bewohner und Touristen in nur 7 Minuten nach Bulnes bringt. Das wäre der einfachere Weg gewesen…



Wir fahren nochmal an die Küste in den Ort Ribadesella, wo es eine lange Strandpromenade gibt. Wir schlendern sie entlang und trinken kurz etwas Erfrischendes.


Dann geht es ab an den Strand!
Eigentlich haben wir uns auf eine Abkühlung gefreut, aber die Temperatur würde nur den Herrn Kneipp erfreuen. Daher kühlen wir nur die Beine ab und legen uns dann in den Sand. Das beruhigende Geräusch der Wellen sorgt dafür, dass wir etwas dösen.



Später geht es für uns wieder in den Süden in den Ort Cangas de Onís, wo wir für die nächsten zwei Nächte im Hotel Imperion untergebracht sind.


Nach einer Dusche spazieren wir durch den Ort auf der Suche nach Abendessen. Wir werden fündig und stillen unseren Hunger mit Burger und Pizza. Dann gehen wir noch über die schöne römische Brücke aus dem 13. oder 14. Jahrhundert, die uns wieder zum Hotel zurück bringt.

Von ihr hat man einen tollen Blick auf den Fluss und die Stadt.



Tagesinfos:
25.292 Schritte und dabei 19,4 km zurückgelegt
145 km gefahren – Strecke