Wir genießen ein gutes Frühstück, dann geht es gleich los. Wir verlassen Bilbao und fahren Richtung Osten zuerst Autobahn, dann entlang der Küste und in die Region Kantabrien. Bei einem Aussichtspunkt (Mirador) halten wir an und bahnen uns einen Weg durch dornige Brombeer-Sträucher. Aber wir gelangen zu einem Punkt, wo wir tatsächlich einen Blick auf die Küste und einen alten verrosteten Ausleger erhaschen.




Nur ein paar Minuten weiter sind wir in einem kleinen Örtchen, das schon zu Castro Urdiales gehört, wo wir durch einen kleinen Park entlang eines kleinen Flusses spazieren. Der Weg führt uns vorbei an ein paar lautstarken Ziegen und Pferden zum Playa de Dicido – einem kleinen Strand.



Hier startet ein kleiner Weg zu dem alten verrosteten Ausleger, den wir schon aus der Ferne bewundert haben. Er ist der einzige der sechs einst existierenden Erzverladeanlagen. Dieser wurde 1896 errichtet, um Eisenerz aus den Minen auf Schiffe zu verladen, ein Erz, das später größtenteils an die Hochöfen von Vizcaya geliefert wurde. Wir sind verwundert wie gut er erhalten ist! Er ist neu gestrichen und die Bodenplatten neu verlegt und gesichert. Wir können ihn sogar bis ganz nach vorn begehen!





Danach verzetteln wir uns etwas und landen in einem Dickicht. Aber wir finden den Weg wieder zurück zum Strand, zum Fluss und zu unserem Auto.


Wir fahren jedoch nicht gleich weiter, sondern wollen uns noch den Valverde Tunnel ansehen. Ein Fußgängertunnel, der mit Graffitis bedeckt sein soll. Das stimmt auch, aber leider nicht mit der schönen Sorte.


Mittlerweile völlig durchgeschwitzt fahren wir in die Küstenstadt Castro Urdiales. Zum Glück gibt es hier eine nagelneue riesige Parkgarage.
Wir starten direkt am Hafenbecken und bewundern die kleinen Boote und die hübschen Fassaden an vorderster Front. Die Highlights sind jedoch auf der anderen Seite zu bewundern.




Eine mittelalterliche Brücke bringt uns zur gotischen Kirche Santa María de la Asunción, welche zum Teil noch aus dem 16. Jahrhundert stammt. Von außen schon sehr beeindruckend, ist sie innen genauso spektakulär mit den großen und kleinen Säulen, aber auch den wunderschönen bunten Kirchenfenstern. Hier ist eine Besonderheit zu sehen: eine große Heiligenstatue, reich geschmückt mit Gold verziert. Zu Feierlichkeiten wird sie entweder durch die Stadt getragen oder auf einem Boot transportiert.





Gleich daneben liegt das Castillo de Santa Ana, ein kleiner Leuchtturm, der eine ehemalige Templerburg markiert. Leider kann man nicht nach oben.


Wir flanieren noch kurz durch die Altstadt und kosten unsere ersten Pinxos! Vor allem der mit gebratenem Ziegenkäse schmeckt super!

So nun geht es weiter in die Stadt Laredo, deren Hauptattraktion der mehr als vier Kilometer lange und auch sehr breite Sandstrand Playa de la Salvé ist.



Die Stadt hat grundsätzlich nicht so viel zu bieten, aber für uns ist sie vor allem wegen der vielen wunderschön gestalteten Murals (Graffitis von der schönen Sorte!) interessant.





Vom Hafen aus hatten wir schon unser nächstes Ziel gesehen. Dem Gegenüber sieht man nach Santoña und vor allem zum Berg Monte Buciero. Hier machen wir eine etwas anstrengendere Wanderung.
Die Wanderung startet mit einem Aufstieg über einen steinigen Weg, der mal entlang einer Steinmauer und manchmal durch einen grünen dichten Wald führt. Hundn hält Ausschau nach Waldgeistern.






Hauptziel ist der Leuchtturm Faro del Caballo, der eigentlich über 763 Stufen erreicht werden kann. Also man wandert erst einen Berg hoch, damit man dann die Stufen wieder hinunter steigen kann… 😧
Wir sind „ehrlich“ traurig, dass der Abstieg zum Leuchtturm aktuell leider gesperrt ist. Aber wir haben ihn trotzdem von oben bewundert.


Die Ausblicke entlang der Strecke sind beeindruckend! Der Blick auf die Sandbank und den langen Strand von Laredo und dann das Meer mit den hohen Felskanten.




Am Ende des Weges liegt die Festung San Martín aus dem 19. Jahrhundert, die damals den Hafen schützte.


Wir spazieren noch etwas entlang der Promenade bevor wir weitere Pinxos probieren. Diesmal mit uns unbekannten Früchten, würziger Wurst und Croquetas auf Béchamelbasis.


Jetzt glühen unsere Füße und deshalb geht es in unsere Unterkunft in der Ortschaft Escalante. Es ist ein kleines Hotel mit Restaurant Posada Los Gallos. Das Zimmer hat eine spannende Steinwand!


Claudia verarztet jetzt ihre 15 (!) Bremsen-Stiche von der Wanderung…
Tagesinfos:
37.987 Schritte und dabei 29,6 km zurückgelegt
90 km gefahren – Strecke