Heute wandern wir auf den Spuren der Unabhängigkeitserklärung!
Für Filmfans: Das Vermächtnis der Tempelritter.
Um 8 Uhr sind wir bereits am Weg zum 1,8 km entfernten Independence Visitor Center. Dort werden um 8:30 Uhr die Tickets für die Führungen in der Independence Hall vergeben. Wir stellen uns also in die Schlange und bekommen Tickets für die 9:15 Uhr Tour. Nach den Sicherheitschecks geht die Führung los. Dieses Gebäude ist das ehemalige Parlamentsgebäude des US-Bundesstaats Pennsylvania, in dem 1776 die Unabhängigkeitserklärung und 1787 die Verfassung der Vereinigten Staaten unterzeichnet wurden. Wir lauschen den Erklärungen unserer „Rangerin“ (oder wie sagt man sonst zu einem weiblichen Ranger?)
Gleich im Anschluss besichtigen wir die Congress Hall. Sie diente 1790 bis 1800 als Sitz des Kongresses der Vereinigten Staaten, während Philadelphia die Hauptstadt der USA waren. Die Inauguration der beiden Präsidenten George Washington und John Adams fand dort statt.
Dann geht es gleich weiter zur Liberty Bell. Diese Glocke wurde geläutet, als die Amerikanische Unabhängigkeitserklärung in Philadelphia am 8. Juli 1776 zum ersten Mal auf dem Independence Square in der Öffentlichkeit verlesen wurde. Seither gilt sie bis heute für alle Amerikaner verschiedenster Herkunft als ein wichtiges Symbol für Freiheit und Demokratie.
Witzig: schon beim ersten Mal Testläuten bekam sie einen Sprung. Sie wurde neu gegossen und bekam wieder einen Riss. Als sie im Jahr 1846 zum Geburtstag von George Washington das letzte Mal geschlagen wurde, hat sich der Riss so vergrößert, dass sie nicht mehr funktionsfähig war.
Nachdem nun die geschichtsträchtigen Gebäude besichtigt sind, schauen wir uns nochmal im Visitor Center um. Dort gibt es auch einiges zu erkunden zum Thema Unabhängigkeitserklärung & Co. zB machen wir ein Selfie mit Benjamin Franklin.
Wir beschließen einen Spaziergang zum Delaware River zu machen und uns Penn’s Landing anzusehen – benannt nach dem Gründer der Stadt Philadelphia. Zu sehen ist wieder die Benjamin Franklin Bridge, über die wir gefahren sind. Aber auch einige Schiffe. Die Segelschiffe Gazela und Moshulu und der Dampfer Olympia, das älteste noch existierende Stahlschiff der US Navy. Am anderen Flussufer ist außerdem das Battleship New Jersey zu sehen.
Ausserdem gibt es einige Denkmäler, die gerade heute am Memorial Day besonders mit Blumen und Flaggen geschmückt sind.
Monument to Scottish Immigrants und The Irish Memorial:
Das Korean Veterans Memorial:
Dann zieht es Martin magisch zu einem Comic- und Spielegeschäft.
Nachdem wir uns ganz schön weit von unserem Hotel befinden, nehmen wir den Phlash – einen Touristenbus, der zwischen Art Museum im Westen und dem Penn’s Landing im Osten alle Sehenswürdigkeiten anfährt.
Wir fahren fast ans andere Ende und steigen beim Eastern State Penitentiary aus. Es war das damals bekannteste und teuerste Gefängnis der Welt. Nach seinem Vorbild wurden auf der ganzen Welt Gefängnisse gebaut. Heute ist es eine Ruine und nur zum Teil restauriert. Wir machen eine Audio-Tour und erforschen die Gänge und Zellen – beängstigend.
Einen filmreifen Ausbruch gab es auch: Jemand hat sich einen Tunnel aus seiner Zelle heraus gegraben. Keine Angst, er wurde aber wieder eingefangen und seine Strafe verlängert.
Für uns eher interessant ist, dass jemand einen Hund ins Gefängnis brachte. „Pep“ wurde inhaftiert, weil er angeblich eine Katze getötet haben soll. Er wurde dann aber eher als Gast angesehen.
Der bekannteste Insasse war „Scarface“ Al Capone. Er hatte (warum ist bis heute nicht klar) eine ganz besondere Zelle:
Dann bringt uns der Phlash wieder zu unserem Hotel zurück. Wir essen eine Kleinigkeit und machen kurz Pause. Dann fahren wir nochmal raus und machen einen Spaziergang wieder in der Nähe der Independence Hall. Dabei sehen wir noch die Carpenter’s Hall, wo 1774 der erste Continental Congress stattfand und das Denkmal zum Tomb of the Unknown Soldier.
Wir erkunden einige kleine Gärten und andere nette kleine oder gewaltig große Gebäude und Plätze.
Dann gehen wir zu Fuß zurück zum Hotel – Blog schreiben und packen. Morgen ist dann der letzte Hotelwechsel auf unserer Reise. Es geht in den Big Apple: New York!

























































